Archiv – Veranstaltungen

Zahlreiche Stationen gab es seit dem ersten Termin: vom „Treffen gegen Rechtsradikalismus“ zum „Bunter Tisch Gartenstadt“ mit Plenum, dem Kok (Koordinierungskreis), öffentlichen Veranstaltungen bis zum Engagement bei der GU Rangierbahnhof und der Gründung de Vereins „Bunter Tisch Gartenstadt und Siedlungen Süd“. Hier ein Überblick über die verschiedenen Veranstaltungen:

 

09. – 29.10.2018 – Ausstellung „Migrationsvielfalt mitten unter uns“
Migrantinnen und Migranten aus unter­schied­lichen Generationen wurden zu ihrer Integrations­­geschichte interviewt. Zitate aus den Interviews werden auf 10 Thementafeln präsentiert. Auch die gedruckten Broschüren lagen aus.
Die Ausstellung war im Mehr­generationen­­haus AWOthek zu sehen.

 

11.10.2018 – Diskussionsrunde im MGH-AWOthek
„Gekommen, um zu bleiben“ – Wie kann gute Integration gelingen?
Spätestens seit dem Rassismus-Vorwurf des deutsch-türkischen Fußballspielers Mesut Özil ist die Frage nach dem Gelingen von Integration wie­der in aller Munde. Doch zeigt die Realität ein anderes Bild, was Migrationsgeschichten von Vertriebenen, Gastarbeitern, Auswanderern aus Russland und Flüchtlingen von heute beweisen. Doch wie gelingt Migration in Nürnberg? Gemeinsam mit Be­troffenen und Fachleuten möchten wir dieser Frage nachgehen, und herausfinden, welche Herausforderungen die Ankommenden zu meistern haben und welche die aufnehmende deutsche Gesellschaft zu schultern hat. Die Talkrunde steht in Zusammenhang mit der Ausstellung zum Projekt des Bunten Tisches Gartenstadt „Migrationsvielfalt mitten unter uns“ und wird von Norbert Schneider (Vorstandsmitglied Bunter Tisch Gartenstadt und Siedlungen Süd) moderiert.
Gemeinsame Veranstaltung des AWO Kreisverbands Nürnberg und des Bunten Tisch Gartenstadt und Siedlungen Süd.

 

 

18.04.2018 – Autorenlesung
„Sie kam aus Mariupol“ von Natascha Wodin
Dokumentationszentrum
Veranstalter: Dokumentationszentrum in Kooperation mit Gegen Vergessen – für Demokratie e. V., Nürnberger Evangelisches Forum für den Frieden, Bunter Tisch Gartenstadt und Siedlungen Süd

 

 

23.03.2018 – Dokumentarisches Theater – „Die NSU-Monologe“
Bühne für Menschenrechte
Veranstalter: DIDF und DIDF-Jugend Nürnberg in Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg, ver.di Mittelfranken, Bunter Tisch Gartenstadt und Siedlungen Süd

 

22.03.2018 – Reihe „Im Gespräch mit …“
Thomas Müller – Wie geht eigentlich Integration“
Stadt Nürnberg, Amt für Kultur und Freizeit, Koordinierungsgruppe Integration

Die Leitlinien des Integrationsprogramms der Stadt Nürnberg sind die Basis der Nürnberger Integrationspolitik. An diesen Vorgaben orientie­ren sich die einzelnen Geschäftsbereiche und Referate bei ihrer Arbeit. Papiere und Konzepte sind eine wich­tige Grundlage für notwendiges Handeln. Wie sieht aber die gelebte Wirklichkeit – auch unter Einbezie­hung der Flüchtlingsbewe­gung seit 2015 – aus? Wie können nicht nur ehrenamtlich Engagierte son­dern alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt zur Integration beitragen?

 

23.11.2017 – Präsentation der Ergebnisse des Projektes „Migrationsvielfalt mitten unter uns“

Nach der Begrüßung und einigen grundsätzlichen Informationen konnten die Anwesenden die Ergebnisse anhand von 10 Thementafeln ansehen und Auszüge aus den Interviews lesen. Im Anschluss gab es im Rahmen eines Gesprächs zwischen Norbert Schneider (Vostandsmitglied vom Bunten Tisch) und Christine Boeck (Studierende Soziale Arbeit) Informationen zu den Interviews im Allgemeinen, zur Methodik und zu den Ergebnissen, sprich zu den einzelnen Thementafeln.

 

19.10.2017 –  Fronten
Krimilesung mit Leonhard F. Seidl
Veranstaltung in Kooperation mit dem Kulturladen Gartenstadt

Zum Inhalt des Romans: Die kurdische Ärztin Roja Özen ist vorbildlich integriert in der oberbayerischen Kleinstadt Auffing. Doch dann erschießt der Bosnier Ayyub Zlatar, als Kind aus Srebrenica geflohen, auf der Wache drei Polizisten – und verschont die anwesende Roja. Alles sieht nach einem Anschlag des IS aus. Roja wird als Komplizin verdächtigt, verliert Patienten, Mann und Freunde.
Markus Keilhofer, aufgewachsen bei seinen Großeltern, radikalen ›Reichsbürgern‹, will Muslime für das Blutbad büßen lassen. Als er bewaffnet in eine Moschee stürmt, stellt Roja sich ihm in den Weg…
Geschickt verknüpft Seidl die Lebenswege der drei Protagonisten miteinander, die in einem packenden Finale aufeinandertreffen. Ein hochaktueller Kriminalroman über Rassismus und Fanatismus in einer Gesellschaft voller Angst und den Mut, sich dem entgegenzustellen.

Im Anschluss Podiumsdiskussion mit Expert*innen zum Thema
„Was macht die Angst mit uns?“

  • Natalie Lebrecht – Ehrenamtsmanagement Flüchtlingshilfe Nürnberg; Referat für Jugend, Familie und Soziales – Stabsstelle „Bürgerschaftliches Engagement und ‚Corporate Citizenship'“
  • Regina Miehling – Traumapädagogin, Dipl. Sozialpädagogin, Projektmanagement Inland der Stiftung Wings of Hope
  • Klaus Schrage – Betriebsratsvorsitzender und Redakteur bei den Nürnberger Nachrichten

 

27.07.2017 – Auftaktveranstaltung zum Projekt „Migrationsvielfalt mitten unter uns“

Das Projekt will mit der Sicht auf eigene Familiengeschichten den Blick dafür öffnen, dass Zuwanderung ein ständiger Prozess ist, und mal stärker, mal schwächer auch im eigenen familiären oder nachbarschaftlichen Umfeld auftritt. Mit der Veröffentlichung von individuellen Zuwanderungsgeschichten der eigenen Wohnumgebung wird das Thema in die eigene Nähe geholt und somit besser sichtbar und nachvollziehbar. Mit öffentlichen Veranstaltungen, Ausstellungen und medialen Veröffentlichungen wird das Thema Migration nicht als „Überflutung“ mit Fremden dargestellt, sondern als ein selbstverständlicher Prozess, der friedlich von statten gehen kann. Das erarbeitete Material soll im Stadtteil verfügbar gemacht werden und auch für die Bildungsarbeit verwendbar sein.
Dadurch wird das Thema Migration plastischer, das Verständnis für Migranten und ihre Situation wächst und kann Vorurteile abbauen und gegen rassistische Tendenzen wirken.

 

15.06.2017 – Besichtigung bei den Nürnberger Nachrichten mit Redaktionsgespräch
(mit Georg Escher, Politikredaktion und Klaus Schrage, Betriebsratsvorsitzender)

 

15.-17.03.2017 – der Bunte Tisch ist unterwegs nach Berlin (Bundestagsfahrt)
Finissage der Ausstellung „Unwillkommen“
Stadtrundfahrt
Besichtigung des Plenarsaals
Abgeordnetengespräch
Gang durch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Besuch des historischen Museums

 

26.01.2017 – öffentliche Veranstaltung

Menschen auf der Flucht
Laurence Grangien
Journalistin und Fotografin

In ihrem Vortrag beleuchtet die Journalistin die Lebenssituation und -bedingungen von Menschen aus den Flüchtlingslagern u. a. im Irak, Kurdistan, Uganda und Syrien. Mehrmals im Jahr reist die freie Journalistin und Fotografin in Krisengebiete, um aktuelle Eindrücke zu gewinnen.

 

 

01.12.2016 – Reihe „Im Gespräch mit …“
Anna Büllesbach
Leiterin der Nürnberger Zweigstelle des UNHCR
(United Nations High Commissioner for Refugees/
Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen)

Was bedeutet „UNHCR“, was sind die Aufgaben des Flüchtlingskommissariats und warum ist die Nürnberger Zweigstelle im BAMF angesiedelt? Zu diesen und weiteren Punkten wird uns Frau Büllesbach eine Einführung geben. Danach gibt es ausreichend Zeit für Fragen, die sich auch aus unserer ehrenamtlichen Arbeit bei der Unterstützung der Geflüchteten ergibt.

 

 

27.10.2016 – öffentliche Veranstaltung
Mehr als Heimchen am Herd

Frauen in der extremen Rechten
Prof. Dr. Renate Bitzan
Technische Hochschule Nürnberg, Fakultät Sozialwissenschaften

Die Formen, wie sich Frauen in der rechten Szene engagieren, sind vielfältig. Das ausschließliche Bild vom unterwürfigen „Heimchen am Herd“ ist zu simpel. Was motiviert Mädchen und Frauen, sich dieser Szene zuzuwenden? Auch in der „Mitte der Gesellschaft“ sind Aktivitäten zu beobachten, die gerade durch extrem rechte Frauen getragen werden.
Prof. Dr. Renate Bitzan ist Sozialwissenschaftlerin an der Technischen Hochschule Nürnberg und beschäftigt sich seit Ende der 1980er Jahre mit dem Thema „Frauen in der extremen Rechten“.

 

 

14.04.2016 – neue Reihe „Im Gespräch mit …“
Anke Eckardt
Leitungsstab, Grundsatz Integration und Migration Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Frau Eckard gibt uns einen Überblick über das Asylverfahren, den beteiligten Akteuren sowie den Integrationsmaßnahmen. Es geht um das Aufgabengebiet des BAMF, Entscheidungen und Entscheidungsmöglichkeiten, aber auch um Klärung von Dingen, die nicht zu den Aufgaben des BAMF gehören. Natürlich soll es ausreichend Zeit für Fragen an Frau Eckardt geben.

 

 

 

21.01.2016 – öffentliche Veranstaltung
Vorurteile und ihre Bekämpfung
mit Prof. Dr. Friedrich Heckmann
Professor für Soziologie an der Universität Bamberg
Leiter des Instituts „europäisches forum für migrationsstudien (efms)

Warum haben Menschen eine negative und ablehnende Einstellung gegen Menschen oder Menschengruppen? Prof. Dr. Heckmann gibt einen Einblick in die unterschiedlichen Komponenten dieser Einstellung und skizziert, dass oft Vorurteile ohne jegliche eigene Erfahrung übernommen werden. In seinem Beitrag arbeitet er nicht nur mit wissenschaftlichen Erklärungen, sondern nutzt immer wieder praktische Beispiele.

 

 

29.10.2015 – öffentliche Veranstaltung

Anna Steuerwald-Landmann – Pazifistin, Frauenrechtlerin, engagierte Gartenstädterin
mit Helmut Steuerwald

In diesem Vortrag stellt Helmut Steuerwald Leben und Werk seiner bekannten Mutter vor: Ihre Verdienste um die Volks(hochschulbildung, ihr vehementes Engagement gegen Krieg und für die Gleichstellung der Frau. Nach jahrelanger Emigration während des Naziregimes setzte sie nach dem Krieg ihre wichtige Arbeit in Nürnberg fort. Ein Beispiel für Zivilcourage und Engagement aus tiefster Überzeugung.

 

 

 

05.02.2015 – öffentliche Veranstaltung

Nazistrukturen in Franken und zivilgesellschaftlicher Widerstand
mit Günter Pierdzig
Koordination der nordbayerischen Bündnisse gegen Rechts (NBB)
VVN – BdA, Kreisvereinigung Bamberg

Die entsetzlichen Enthüllungen nach Aufdeckung der Terrorzelle NSU haben uns seit November 2011 in Atem gehalten. Selbst beste Kenner der Neonaziszene haben Ausmaß, Qualität und Heftigkeit rechter Mordbereitschaft aus rassistischen Motiven heraus bis dahin nicht für möglich gehalten.
Motivation für diese Gewalt ist ein Rassismus, dessen Ausformungen von Rechtsaußen bis weit in die Mitte unserer Gesellschaft aufzufinden sind. Aktuelle Anschläge auf Heime von Asylsuchenden, die Auftritte angeblich islamfeindlicher Organisationen und Personen und manche Äußerungen von Parteienvertretern bilden für rechte Gewalt einen guten Nährboden.

 

 

23.10.2014 – öffentliche Veranstaltung

Rechter Terror
Bayern, Nürnberg und der NSU
Erkenntnisse aus dem Untersuchungsausschuss
mit Helga Schmitt-Bussinger, MdL

Vor mehr als einem Jahr legte der Untersuchungsausschuss zur NSU – Mordserie seinen Abschlussbericht vor. Viele Defizite wurden bei Polizei und Verfassungsschutz benannt. Forderungen zur Verbesserung der Aufklärungsarbeit, aber auch zu einer gesellschaftlichen Offensive gegen Rechtsextremismus, sind darin enthalten.
Der Prozess gegen das einzig überlebende NSU-Mitglied Beate Zschäpe läuft noch. Doch welche weiteren Konsequenzen ergeben sich aus der Mordserie? Werden Gewalttaten nun eher nach rechtsextremem Hintergrund untersucht? Wächst die Aufmerksamkeit gegenüber rechtsextremen Umtrieben?
Helga Schmitt-Bussinger, die als SPD Landtagsabgeordnete im bayerischen NSU-Untersuchungsausschuss mitgewirkt hat, informiert über den Ablauf der Beratungen, stellt ihre Forderungen aufgrund der Erkenntnisse vor und schildert den aktuellen Stand der Entwicklungen auf Landes- und Bundesebene.

 

 

13.02.2014 – öffentliche Veranstaltung

Strategien und Prinzipien in der Bekämpfung des Rechtsextremismus
mit Michael Helmbrecht
Technische Hochschule Nürnberg, Fakultät Sozialwissenschaften,
Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg

Im Vortrag werden prinzipielle Handlungsstrategien und Prinzipien der Bekämpfung des Rechtsextremismus aufgezeigt. Im zweiten Schritt soll es dann um eine Ideensammlung gehen, was sich in der Gartenstadt bzw. in Nürnberg wirkungsvoll umsetzen lassen könnte.

 

 

16.01.2014 – öffentliche Veranstaltung
Von den Nazis zum NSU
Zur gesellschaftlichen Relevanz von Erinnerungsarbeit
mit Karl Freller
Direktor der Stiftung Gedenkstätten,
MdL und stellv. Fraktionsvorsitzender der CSU Landtagsfraktion

Wir stehen vor der Realität einer deutschlandweiten Mordserie von bandenmäßig organisierten Neonazis an Mitbürgern mit migrantischen Wurzeln. Die rassistische Verblendung einiger weniger kann Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit sicherlich nicht verhindern. Die Geschichte der Jahre von 1933 bis 1945 bis heute immer wieder zu erzählen ist jedoch notwendig, um vorzubeugen, dass die Ansichten dieser Minderheit je wieder mehrheitsfähig werden können.

 

 

26.09.2013 – 1. öffentliche Veranstaltung
Wie Neonazis die Krise erklären
und warum sie damit in der „Mitte der Gesellschaft“ landen könnten
mit Lothar Galow-Bergemann, Stuttgart

In Zeiten der großen Weltwirtschaftskrise um 1929 überzeugte der Nationalsozialismus Millionen von Menschen. Wie konnte es dazu kommen?
Auch heute befinden wir uns in einer großen Krise, die schon Jahre andauert und deren Ende nicht absehbar ist. Rechtsradikales Gedankengut ist wieder verbreitet. Reden Neonazis mit ihrer Erklärung der Krise am Publikum vorbei oder finden sie auch heute wieder viele Anknüpfungspunkte in einem Diskurs, der sich von rechts bis links durch die ganze Gesellschaft zieht?